Wozu brauchen wir ein Forschungsdatengesetz? Podcast Tonspur Wissen mit Prof. Kerstin Schneider.
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Im Jahr 2005 wurde in Nordrhein-Westfalen (NRW) ein neues Schulgesetz verabschiedet, das unter anderem die Aufhebung der Grundschulbezirke zum Schuljahr 2008/2009 vorsah. Kritiker dieser Änderung befürchten, dass sich die soziale und ethnische Segregation, d.h. die Konzentration bestimmter Gruppen von Schülern auf einzelne Schulen, durch eine freie Schulwahl verstärken wird. Nicht zuletzt aufgrund dieser Befürchtung hat die neue Landesregierung den Schulträgern in NRW erlaubt, Grundschulbezirke wieder einzuführen, eine Option, die von einigen Gemeinden auch genutzt werden wird.
Auf Basis der amtlichen Schulstatistiken, die seit dem Schuljahr 2006/2007, also zwei Jahre vor der Aufhebung der Schulbezirke, vorliegen, wird untersucht, ob und wie sich die Segregation in Grundschulen bei Vorliegen bzw. Nicht-Vorliegen von Schulbezirken verändert hat. Hierfür werden die Einschulungen in ganz NRW sowie die Einschulungen in jeder Gemeinde betrachtet und Maße berechnet, die die Segregation für jedes Jahr abbilden. Daneben wird mit Hilfe statistischer Tests geprüft, ob zeitliche Veränderungen zufällig oder systematisch sind, d.h. auf die Aufhebung oder Wiedereinführung von Schulbezirken zurückgeführt werden können.
laufend
2008 bis heute
Grundschule, Schulwahl, Segregation, Schulbezirke, Politikvariation
Kerstin Schneider
Andrea Riedel
Anna Makles (Ansprechpartnerin)
Claudia Schuchart, School of Education
Horst Weishaupt, DIPF, Frankfurt a. M.
(2008 bis 2010)